Elektra (Trailer)

Ein Trailer, den ich für Theater Augenschein gemacht habe.

Hugo von Hoffmansthal – Elektra

„Klytämnestra und Ägisth haben den König Agamemnon erschlagen.
Klytämnestra in vollem Bewusstsein Ihres Rechtes: Ihr Mann Agamemnon hat dem Krieg gegen Troja die gemeinsame Tochter Iphigenie geopfert. Elektra akzeptiert dieses Recht nicht. Sie bringt daraufhin ihren kleinen Bruder Orest in Sicherheit, der außer Landes als Rächer seines Vaters erzogen werden soll.
Während die Palastbewohner, darunter auch Klytämnestras Tochter Chrysothemis, verzweifelt kämpfen, in dieser Situation zu überleben, hält Elektra als einzige die Erinnerung an den Mord wach.
Doch so kann es kein (Über)leben geben. Elektra wartet besessen auf den Tag der Vergeltung…

Aufführungen:
08. – 10.01. 2016 20:00 Uhr
im Theaterforum Kreuzberg,
Eisenbahnstraße 21,
10997 Berlin

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Ace of hearts

Gedanken zu meinem 1. Kurzfilm „Ace of Hearts“
(gedreht: September 2010, Internationales Kino Kabaret Berlin)

Das ist mein erster Kino-Kabaret-Film, den ich immer noch als „mein Baby“ bezeichne.
Ein Kino-Kabaret ist ein Learning-by-doing-Filmworkshop, in dem Kurzfilme innerhalb von 48 Stunden entstehen. Das Motto ist: „Do good with nothing, better with little and do it right now!”
Leute, die oft Kino-Kabarets besuchen nennen sich Kinoiten, doch es ist unglaublich schwierig für einen Nicht-Kinoit die ansteckende, kreative Energie, den Tatendrang und die große Hilfsbereitschaft nachvollziehbar zu machen oder das Gefühl nach einer durchgemachten Nacht, die man im Kino-Lab vorm Schnittprogramm verbracht hat: Ja, man ist unglaublich angepisst, übermüdet und gereizt, doch man treibt mit Leichtigkeit Energiereserven auf, mit denen man nicht gerechnet hat und plötzlich kann man auf Schlaf verzichten und am nächsten Morgen um 9 bei einem anderen Film mithelfen! Weiterlesen

Duett

Relfexion über meinen Kurzfilm „Duett“
(gedreht: April 2011, Internationales Kino Kabaret Dresden)

Das ist mein zweiter Film, den ich im Kino Kabaret gedreht habe. Wenn ich ihn mir heute anschaue, muss ich schmunzeln: Es gibt Stellen, die Gefahr laufen in Kitsch zu driften und einiges ist ziemlich heteronormativ:
Beide beziehen ihr Begehren sofort auf „das andere“ Geschlecht, er wünscht sich eine Freundin, die nicht auf Becks Lemon steht (weil das ein „Mädchenbier“ und nicht cool genug ist… -.-) und sie träumt von einem großen Typen mit breiten Schultern.
Schon wieder die Frau, die von der starken, männlichen Schulter zum Anlehnen träumt… ach, nö!
Zu meiner Verteidigung: Als ich nur mit der Idee im Kino Kabaret ankam, wusste ich noch nicht, welche Schauspieler_innen ich kriegen würde. Als sich die beiden bereit erklärt haben, hab ich den Text ein wenig verändert, um ihn an das äußerliche Erscheinungsbild der beiden anzupassen.
Heute würde ich vermutlich Äußerlichkeiten weglassen. (Es entspricht auch nicht meiner Lebenserfahrung, sich die_den Traumpartner_in äußerlich genau auszumalen), weiblich konnotierte Dinge nicht abwerten (Becks Lemon…), kein Heteropärchen nehmen (gibt schon viel zu viele Filme mit ihnen) oder Charaktere entwerfen, die sich in ihren Tagträumen nicht auf ein Geschlecht beziehen: Ich könnte entweder Gender unsichtbar machen, indem ich Pronomen weglasse oder die Figuren so etwas denken lassen wie: „Hm, wie könnte er sein… oder sie?“. Weiterlesen

Zwischen Zweien

[TRIGGER-WARNUNG: Behandelt BDSM, Rape Play/ Rape Fantasy und Rape Culture]


Reflexionen über meinen Kurzfilm „Zwischen Zweien“
(gedreht: September 2011, 8. Internationales Kino Kabaret Berlin)

2011 habe ich einen Kurzfilm gedreht, in dem es um Rape Play ging. Damals war mein Ziel eine Sexualpraktik zu zeigen, die nach außen hin nicht safe wirkt, es aber eigentlich ist, um so die Akzeptanz für BDSM zu stärken.
Heute weiß ich, dass das so nicht funktioniert. Was ich produziert hab, war Rape Culture.
Warum ich das hier schreibe? Zum einen, weil ich meinen Blog dafür nutzen will meine eigenen Filme zu reflektieren, zum anderen, weil dieser Film die zweit meisten Klicks hatte (obwohl er technisch ziemlicher Trash war) und ich ein paar mal kritisch darauf angesprochen wurde.
Ich habe den Film inzwischen aus Vimeo und Youtube gelöscht.
Ich werde die problematischen Punkte erläutern und Ideen sammeln, wie stattdessen ein Film über Rape Play aussehen könnte.
Aber zunächst eine Zusammenfassung des Plots:
Ein Typ verfolgt eine Frau bis in eine öffentliche Toilette. Was dort geschieht, sieht aus wie eine Vergewaltigung. Später stellt sich jedoch raus: Das war abgemacht und konsensuell. Beide gehen Arm in Arm nach hause.
Was stimmt hier nicht? Weiterlesen

Pop (He)art


Kurze Vorstellung meines Kurzfilms „Pop (He)art“
(gedreht: 2012)

Nichts Weltbewegendes, aber dafür Zuckersüßes. Ein Geschenk für einen Freund und eine Kumulation von allen Dingen, von denen ich nicht genug kriegen kann: Pop-Art-Ästhetik, Electropop (der Song ist von Crystal Castles), Stop Motion, Herzchenbrillen, Herzchenlutscher, (eigentlich ziemlich alles, was herzchenförmig ist), Popcorn, Kekse… Lippenstiftabdrücke! Einige Bilder lagen seit 2010 rum (die mit dem Popcorn) und haben dann doch noch ihren Sinn gefunden.
Ich muss dringend wieder so etwas kunterbuntes drehen! ❤

Ein Hochzeitsgruß aus der Diaspora

Kurze Vorstellung meines Videos, ein Hochzeitsgruß aus der Diaspora
(gedreht: Oktober 2013)

Meine große Schwester Ena hat letztes Jahr in Skopje geheiratet. Die Feier war sehr kurzfristig angesetzt, sodass ich nicht dabei sein konnte. Also habe ich mich mit meiner anderen Schwester Annamaria und ihrer besten Freundin Pauline zusammen getan, um ihr ein Hochzeitsgeschenk zu machen. Der Plan: Uns über ein Video nach Skopje teleportieren. (Hier Diaspora, bitte Landung genehmigen, Ende.)
Eigentlich war mein Wunsch, dass das Video bei der Hochzeitszeremonie vor versammeltem Publikum gezeigt wird. Probleme mit Schnittprogramm, Internetverbindung und Kommunikation standen dem leider im Weg. Weiterlesen

Feministischen Cis-Mackern aufs Maul geschaut


Gedanken über meinen Kurzfilm „Feministischen Cis-Mackern aufs Maul geschaut“
(gedreht: September 2014, mit englischen Untertiteln: „Things ‚feminist‘ cis dudebros say“ auf Youtube)

Beschreibung:
Sie nennen sich Feministen, sind links, reflektiert und vor allem: Sie wissen es besser! Zum Beispiel, was sich für eine
emanzipierte Frau“ gehört. Und, ganz wichtig: Was Marx dazu sagt. Sie haben die Weisheit mit Löffeln gefressen, sind rational und objektiv, hören sich selbst so gern reden…. Warum sollten sie dich dann auch ausreden lassen? Sie erwarten Huldigung und Kekse von der Welt, weil sie doch soo progressiv sind. Sie regen sich über „Femi-Nazis“ auf, kurz bevor sie auf der Frauenkampftags-Demo am lautesten grölen. Am Ende des Tages sitzt du vielleicht mit ihnen in der Kneipe und sie erklären dir, was Victim Blaming ist. Drei Minuten später verharmlosen sie sexuelle Belästigung. Wirfst du ihnen Sexismus vor, erklären sie dir, dass du zu empfindlich bist. Einige von ihnen sind Pick-up-Feministen: Die neue Flirtstrategie! (Sie sind poly und so, sie dürfen das…) Sie lachen über die doofen Machos, die Schwanzvergleiche nötig haben und machen aus absurdesten Dingen einen Schwanzvergleich: „Na, wer ist der Queerste hier?“  Sie nerven überall: In der Uni, auf dem Plenum, Barcamp, in der Lieblingskneipe… Lass uns ein Spiel spielen: Wie viele der Cis-Macker, die du schon mal ertragen musstest, erkennst du hier wieder?

Ich möchte mich an dieser Stelle dafür entschuldigen, einen Witz mit in die Outtakes genommen zu haben, der als Abuse-/Rape-Joke verstanden werden konnte. Das hätte ich selbst feststellen und besser wissen müssen. Das Outtake ist inzwischen draußen. Ich entschuldige mich bei allen, die das getriggert und/oder verletzt hat und bedanke mich bei den Leuten, die mich darauf hingewiesen haben. Weiterlesen